Bericht Schwerin 420er

Drei Tage Regatta, 7 Rennen, jede Menge Wind – und ein bisschen Jump House: Bericht vom 32. Schweriner Sparkassen Cup 2026

Drei Tage Regatta liegen hinter uns – drei Tage zwischen Flaute, Vollgas, Theorie, Teamgeist und der ein oder anderen müden Seefahrer-Seele. Ein Wochenende, das uns mal wieder gezeigt hat: Beim Segeln bestimmt am Ende eben doch der Wind, was auf dem Programm steht.


Samstag – Warten auf den Wind

Der Samstag startete mit besten Regattabedingungen – zumindest theoretisch. Praktisch war davon leider nicht viel zu sehen. Der Wind hatte sich offenbar entschieden, sich einen freien Tag zu gönnen. Und so blieb unsere Rennserie zunächst bei null Rennen.
Start war erst um 11:00 Uhr, doch auch danach hieß es: warten, warten und noch ein bisschen warten. Nachmittags gab es dafür leckeres Essen, das zumindest unsere Energie wieder nach oben brachte.

Da wir nun schon einen ganzen Tag auf dem Wasser verbracht hatten, ohne auch nur ein Rennen zu segeln, beschlossen wir kurzerhand, die sportliche Betätigung an Land fortzusetzen: Ab ins Jump House! Dort konnten wir endlich ordentlich springen – wenn auch ohne segeln.

Sonntag – Jetzt wird gesegelt!

Am Sonntag war dann Schluss mit Warten. Der Wind war da und nahm im Laufe des Tages sogar noch zu. Also hieß es: Boote klarmachen, Konzentration hoch und rauf aufs Wasser.
Insgesamt segelten wir fünf Rennen. Damit war der Sonntag definitiv das Gegenteil vom Samstag: lang, intensiv und ordentlich anstrengend. Jede Böe wollte genutzt werden, jede Entscheidung zählte und spätestens nach dem fünften Rennen wussten wir ziemlich genau, warum Segeln zwar fantastisch, aber manchmal auch ziemlich anstrengend ist.

Doch damit war der Tag noch lange nicht vorbei. Nach dem Einpacken folgte eine ausführliche Nachbesprechung mit Theorieeinheit und Videoauswertung. Wir analysierten Manöver, Situationen auf der Bahn und natürlich auch die Momente, bei denen man sich im Nachhinein fragt: „Warum haben wir das eigentlich gemacht?“


Montag – Früher Start und Endspurt

Auch am Montag hieß es wieder: früh aufstehen. Wie am Tag davor war um 10:00 Uhr Start. Am Montag konnten wir noch zwei Rennen segeln. Im ersten Rennen herrschte guter Wind, im zweiten wurde es etwas ruhiger. Danach war endgültig Schluss: Der Wind verabschiedete sich und die Regatta musste abgebrochen werden.

Bevor es nach Hause ging, wurde natürlich noch schnell das Teamfoto geschossen. Schließlich muss ja bewiesen werden, dass wir nicht nur drei Tage lang auf dem Wasser waren, sondern dabei auch tatsächlich Spaß hatten.

Die Rückfahrt wurde dann auch noch mal spannend, denn ein brennendes Auto, was explodierte, konnten wir aus erster Reihe beobachten und zählten dabei 19 Einsatzfahrzeuge. Zum Schluss gab es noch einen kleinen Abstecher bei McDonald’s, und somit wurde die Regatta beendet.

Drei Tage, die bleiben

Am Ende nehmen wir aus diesen drei Tagen vor allem eines mit: Regattasegeln ist Teamsport – und man muss nehmen, was der Wind einem gibt.
Mal bedeutet das, fünf Rennen an einem Tag durchzuziehen, mal bedeutet es, stundenlang auf Wind zu warten und anschließend im Jump House die überschüssige Energie loszuwerden. Dazu kommen intensive Nachbesprechungen, Videoanalysen, neue Erkenntnisse und natürlich jede Menge gemeinsame Erlebnisse.

Denn nach der Regatta ist vor der nächsten Regatta – und beim nächsten Mal hoffen wir auf genauso viel Teamgeist, aber vielleicht ein kleines bisschen mehr Wind.

Bericht: Carlotta, Ebba, Josephine und Philipp Fotos: Jost + Thomas

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