OTC 2026

Das deutsche Team verpasst den Einzug in das große Finale beim Internationalen Optimist Team Cup des Potsdamer Yacht Club nur hauchdünn

Am vergangenen Wochenende fand bei fast idealen äußeren Bedingungen der Internationale Optimist Team Cup des Potsdamer Yacht Club in seiner nunmehr 38sten Auflage statt. Leider hatten die Teams aus Großbritannien, Finnland und Norwegen trotz bereits erfolgter Meldung kurzfristig abgesagt und Polen, das traditionell immer zwei sehr starke Teams an den Start bringt, musste auf Grund einer nicht vorsehbaren Terminüberschneidung mit den Polnischen Meisterschaften passen. Coach Karol Jaczkowski war untröstlich, da unser Team Cup für seine Segler/innen immer ein Höhepunkt der Saison ist. So gingen statt der eigentlich avisierten 16 Teams „nur“ 11 Teams an den Start. Darunter nach mehrjähriger Pause erfreulicherweise auch das italienische Team unter Coach Marcello Meringole.  Diese 11 Teams wiesen durch die Bank eine sehr hohe Qualität auf, sodass es zu vielen packenden Rennen kam. Wer sich davon einen kleinen Eindruck verschaffen möchte, kann sich gerne das angehängte Video mit den Aktionen an der ersten Luvtonne anschauen. Am Freitag und Samstag konnten die Wettfahrtleiter Sven Mikisch und Martin Romberg bereits 135 einzelne Rennen starten und damit die vorgesehenen 3 „Round Robins“ (jedes Team segelt gegen jedes andere) schon fast vollmachen. Das deutsche WM Team mit Leo Mügge, Gustav Schimanski und Jonny Seekamp, ergänzt durch Mika Mie Behrendt vom Berliner Yacht Club, führte mit 23 Rennsiegen deutlich vor Italien mit 19 und dem US-amerikanischen Team von LISOT Black.

Bei 6 noch ausstehenden Flights erschien das deutsche WM damit bereits sicher für das große Finale um Platz 1 und 2 qualifiziert. Doch am Sonntag kam noch alles anders. Das Team verlor 4 seiner 5 ausstehenden Rennen und die Teams aus Italien und den USA gewannen fast alle ihre Rennen, sodass am Ende bei allen drei Teams nach Abschluss der Round Robin Phase 24 Rennsiege zu Buche standen.

Jetzt begann bei der Wettfahrtleitung das große Rechnen. Auch im direkten Vergleich der 3 Teams hatte jedes 3 Rennsiege aufzuweisen, also noch keine Auflösung des Gleichstandes. Erst die Auswertung der Punkte aus diesen Einzelrennen (weniger Punkte bedeuten bessere Platzierungen) ergab dann die endgültige Reihenfolge mit Italien (106 Punkte) vor Team LISOT Black (108 Punkte) und dem deutschen WM Team (110 Punkte). Im großen Finale also Italien gegen USA LISOT Black. Und hier konnten sich die Amerikaner nach packenden Positionskämpfen mit 2:0 Rennsiegen durchsetzen. Dieser Erfolg ist insbesondere dem sympathischen Coach Pepe Bettini nach vielen vergeblichen Anläufen in den letzten Jahren absolut zu gönnen Im kleinen Finale um Platz 3 konnte sich das deutsche WM Team dann gegen das zweite US Team von Coach „Happy“ Fernando Abulo im finalen dritten Rennen mit 2:1 Siegen durchsetzen.

Das gastgebende, von JoJo Steinmüller und Romeo Grobe trainierte und betreute Team des PYC mit Helene Klinkhardt, Hannah Jentsch, Lucas Schütz, Lino Grobe und Louis Wildelau konnte mit den internationalen Teams sehr gut mithalten, verlor einige Rennen sehr unglücklich, und belegte am Ende den 9. Platz.

Mit der Siegerehrung im großen Saal, bei der die Teilnehmer unserem Bootsmann Sven Banse, der das Gelände in gewohnt souveräner Manier für die Regatta vorbereitet hatte, ein Geburtstagsständchen sangen, nahm der der Team Cup einen sehr stimmungsvollen Ausklang.

Einmal mehr waren alle Teams begeistert von der Gastfreundschaft der Mitglieder des Potsdamer Yacht Club und der guten Organisation bis in die letzten Details.

Zu diesen Details gehört der Shuttle Service vom und zum BER Airport für alle Teams und die Schiedsrichter, welche mit dem Flugzeug ankommen. Hier ist in der Zwischenzeit ein eingespieltes Team zugange, welches die Abholung minutengenau takten kann, sodass nur durch die etwas schwache 200 m Zeit des amerikanischen Coaches Pepe Bettini Parkgebühren anfielen. Mein Dank gilt hier Jürgen Klug, Jürgen Buhtz, Michael Tunnat, Michael Flötgen und Philipp Lück.

Besonderen Anklang findet die Unterbringung der Segler/innen in Gastfamilen des Potsdamer Yacht Club. Hier gilt mein besonderer Dank den Familien Grobe, Jentsch und Klinkhardt, welche die Segler nicht nur sehr gut betreut, sondern ihnen auch noch ein exklusives Rahmenprogramm mit Lichterfest am Brandenburger Tor und Indoor-Wellenreiten geboten haben.

Auf dem Wasser ist ein Alleinstellungsmerkmal der sogenannte „Service Point“, ein Floss, welches uns dankenswerterweise von unserem Nachbarn, dem NIXE Bootverleih, für diese Tage zur Verfügung gestellt wird. Für die Betreuung der Teilnehmer am Service Point gilt mein Dank in diesem Jahr Elke und Michael Tunnat, Rosi Andreovits und Ralf Hänsel. Auf diesem Floss wird von uns (Sven) auch eine Toilette montiert, sodass die Teilnehmer ihre natürlichen Bedürfnisse nicht auf dem Wasser verrichten müssen. Für das leibliche Wohl gibt es hier heiße Getränke, welche vom Versorgungsteam um Frauke Landmann und Stephanie Kern bereitgestellt werden. Dieses Team bereitet auch die leckeren „Lunchies“ zu und verpflegt die Teilnehmer nach Abschluss der Wettfahrten am Sonntag mit Crêpes und Hot Dogs.

Auf dem Wasser agierten die Wettfahrtleiter Sven Mikisch und Martin Romberg mit ihren zahlreichen Helfern, welche ich hier aus Platzgründen nicht alle namentlich nennen kann, gewohnt souverän und es gab von Seiten der Teams ein außerordentlich positives Feedback. Mein besonderer Dank gilt hier unseren „auswärtigen“ Helfern Uti Thieme, Thomas Romberg und Mirko Krüger.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für eine Regatta, welche nicht direkt von einem nationalen oder internationalen Verband veranstaltet wird, ist sicher der Ergebnisdienst. Während man bei anderen Regatten doch oft einige Stunden oder Tage auf die Ergebnisse warten muss, hatte unsere Crew die Ergebnisse der einzelnen Rennen in der Regel wenige Minuten nach deren Beendigung und Auswertung im Internet veröffentlicht. Mein besonderer Dank gilt dafür einem unserer Helfer vom VSaW, Clemens Fackeldey, der die Regatta in SAP implementiert hat. Dank Tjark vom SC Tegel, der auch direkt die detaillierten Ergebnisse der Einzelrennen digitalisiert hat, haben wir hier in diesem Jahr einen weiteren Sprung nach vorne gemacht.  Die detaillierten Ergebnisse finden sich auf der OTC Webseite (www.optiteamcup.de ) und auf SAP Sailing.

Ein großes Dankeschön auch an Dietrich Lange, der uns seine „Emma“ als Zielschiff zur Verfügung gestellt und gesteuert hat.

Pascal Andreovits hat das für ein solch hochkarätiges Team Race Event  erforderliche internationale Schiedsrichterteam zusammengestellt und souverän  an Land und auf dem Wasser koordiniert.

Mein besonderer Dank gilt einmal mehr Samuel Böttger, der wie im vergangenen Jahr die benötigte Flotte von 25 Motorbooten für Schiedsrichter, Wettfahrtleitung, Versorgung und Trainer alleinverantwortlich organisiert und deren Einsatzfähigkeit rund um die Uhr gewährleistet hat.

Ich möchte mich bei allen Helfer/innen, welche ich aus Platzgründen nicht namentlich erwähnen konnte, entschuldigen und meiner Hoffnung Ausdruck geben, dass auch ihr im nächsten Jahr wieder mit gleichem Enthusiasmus und gleicher Einsatzbereitschaft dabei seid.

Ganz herzlichen Dank.
Stefan

Zurück